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| | Die Zauberflöte Gesamtaufnahme€ 15.89 MAGIC FLUTE.
- 15 Bewertungen: 4.5

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Die Zauberflöte (Gesamtaufnahme)
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| | | | Zeitlos schöne Aufnahme eines Paradestücks der klassischen Musik Von klassischer Musik verstehe ich im Grunde rein gar nichts und beschränke mich völlig auf meine Lust am Hören. Diese Lust wird von diesem Stück in dieser Aufnahme geweckt. Die Zauberflöte ist sicherlich die geeigneteste Oper für Opernmuffel und sie ist für Kinder der richtige Einstieg in die Opernwelt. Auch unsere Kinder im Vorschulalter kommen mit der Musik gut klar und wir haben keine Diskussion, ob nicht Rolf und seine Freunde besser wären. Mich selbst hat die Aufnahme restlos überzeugt, weil sie gut besetzt ist und die bekannten Titel auch so sind, wie man sie sonst ggf. aus dem Fernsehen oder von diversen Klassik-Samplern kennt. Ein sehr kurzweiliges Hörvergnügen, das zur Grundausstattung jeder Klassiksammlung gehört.
| | Gut, aber nicht die wahre Freude Lange Jahre war dies meine einzige Aufnahme der Zauberflöte, zu der ich hauptsächlich als Freund der Stimme Wunderlichs gegriffen hatte. Ich fand sie anfangs auch sehr strahlend und beeindruckend. Nachdem ich aber gemerkt hatte, dass ich unbewusst selten dazu gegriffen habe, habe ich mir als Alternative noch die mit Klemperer/Gedda zugelegt und kann meine leichte Irritation bzgl. der Böhm/Wunderlich Fassung nun begreifen.
Wunderlich ist auf seine Weise natürlich ein erstklassiger, strahlender Tamino. Er ist ein echter Held, aber auch gefühlvoller Jüngling, mit reinem Wohlklang, der einfach schön ist. Gleichzeitig aber einen Tick zu glatt, zu strahlend, zwar auf eine künstlerische Art gefühlvoll, aber nicht so richtig menschlich. Das gleiche gilt natürlich für Fischer-Dieskau. Der ist ja im Opernrepertoire sehr umstritten und ich gehöre zu denen, die ihn - bei allem Respekt für seine technische Perfektion - für zu seelenlos halten. Sein Papageno ist blitzsauber, aber ist nicht der charmante Herumbtreiber mit Schalk im Nacken, als den ich ihn gerne sehen würden (höchstens ein intellektueller Sänger, der einen Herumtreiber mit Schalk im Nacken spielt). Den absoluten Hit in der Aufnahme finde ich Franz Crass. Seine "Heiligen Hallen" und "Isis und Osiris" sind technisch 1a und voller Gefühl, Schwermut und Bedeutung. Wie in anderen Rezensionen schon angedeutet ist Roberta Peters als Königin der Nacht wenig überzeugend, zu schrill, nicht flammend auftrumpfend, sondern nervig auftrumpfend. Die anderen Interpreten empfinde ich als ok, aber wenig auffallend.
Des Dirigats Wirkung ist ein bisschen wie die von Wunderlichs Gesang: Klar, rein, strahlend, feierlich. Dadurch schön und beeindruckend, aber auf Dauer auch einen Tick langweilig.
Im ganzen also eine sicher sehr gelungene, hochwertige Aufnahme, die denen, die einen feierlichen Zugang zur Zauberflöte haben, sicher außer bei Roberta Peters kaum Wünsche offen lässt. Für solche, die eher den volkstümlichen Charakter des "Singspiels" betonen (das die Zauberflöte ja ist) und weniger den der Oper, ist sie sehr gut, aber suboptimal.
| Sehr gut, dennoch überbewertet
Großartige Aufnahme! Dennoch scheinen mir die diesbezüglichen Kritiken etwas zu überschwenglich zu sein (um nicht "hysterisch" zu sagen). Es gibt mittlerweile Tonträger/Aufnahmen/Interpretationen, die es ohne weiteres mit diesen zwei Silberscheiben aufnehmen können!
| | Legendäre Aufnahme Die Aufführung der Werke Mozarts war ein Lebensschwerpunkt von Karl Böhm und diese Aufnahme ist davon eine seiner herausragendsten Leistungen.
Vorweg : dies ist eine der seltenen CD-Ausgaben, bei der das digitale Remastering eine enorme Verbesserung darstellt. Das Klangbild hat eine atemberaubende Räumlichkeit, Transparenz und Dynamik erhalten. Wie wenn man die Aufnahme live erleben würde.
Die Zauberflöte hat eine einzigartige Mischung aus sich selbst ironisierendem Pathos und Schlichtheit - und genau das hört man hier (bis in die Sprachpassagen hinein).
Unübertroffen bei dieser Aufnahme sind (neben den berückend schön spielenden Berliner Philharmonikern in bester Klangbalance mit den Solisten) die Männerstimmen. Der Sarastro von Franz Crass ist legendär. Wunderlich auf seinem Höhepunkt zu erleben, ist ein reiner Genuss - ebenso der junge Fischer-Diskau als Papageno. Während die Männer exzellent singen, ist bei den Frauenstimmen (v.a. Roberta Peters als Königin) ein leichtes Gefälle hin zu "gut" zu hören. Das kann aber durchaus beabsichtigt und im Sinne des Komponisten sein - spart die Zauberflöte doch nicht mit augenzwinkernden Seitenheiben in Bezug auf die Frauenwelt.
Insgesamt eine einzigartige und herausragende Aufnahme (ohne andere Einspielungen abzuwerten). Wenn man sie erwerben will, wäre überlegenswert, ob man nicht zu der 3-CD-Ausgabe greift, die gegen einen geringen Aufpreis auch eine Böhm-Aufnahme von dem selten zu hörenden "Schauspieldirektor" von Mozart beinhaltet.
| klasse Es gibt einige Gründe, diese Aufnahme zu besitzen.
1.) Fritz Wunderlich. Sein Tamino ist wirklich überzeugend. Ich habe gelesen, dass Karl Böhm das Tempo der Bildnisarie extra langsamer genommen haben soll als "normal". Wohl mit der Begründung, dass Fritz Wunderlich als damals berühmter Tamino keine Routineleistung abliefern sollte. Dies langsamere Tempo fällt mir nicht auf. Im Gegenteil: Ich finde es in dieser Aufnahme sogar passend. Fritz Wunderlich fügt sich hervorragend in das langsame Tempo ein. Gesangstechnische Schwierigkeiten sind nicht festzustellen.
2.) Hans Hotter. Seinen Sprecher finde ich weltklasse. Er gestaltet ihn so, wie er sein sollte: nicht aufgesetzt, sondern weise. Und auch entschlossen.
3.)Franz Crass. Er hat einen schönen Bass. Für die Partie des Sarastro passt sie sehr gut. Auch finde ich, dass Franz Crass in der Partie des Sarastro Strenge und Güte gut vereint.
4.) Dietrich Fischer - Dieskau. Ich finde, dass er den Papageno lebendig gestaltet. Wie seine Kollegen zeichnet ihn eine deutliche Aussprache und eine gute Stimmführung aus.
5.) James King und Martti Talvela. Hier schreibe ich nur: die beiden besten Geharnischten, die ich kenne.
6.)Berliner Philharmoniker und Karl Böhm. Die Berliner Philharmoniker spielen unter dem oft grantigen Grazer Dr. Karl Böhm einen sehr schönen Mozart. Die Solisten und der Chor werden von ihnen hervorragend begleitet.
Dies sind die Gründe, die für diese Aufnahme sprechen.
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